Workshop | Emotionen und Geschichtswissenschaft

Posted on Juni 29, 2012

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Workshop:

Idealtypisch sind (Geschichts-)Wissenschaft und wissenschaftliches Arbeiten kognitive Prozesse, die zu rationaler Erkenntnis führen. Die wissenschaftliche Praxis ist von diesem Ideal jedoch stellenweise weit entfernt. Die Auswahl unserer Arbeitsthemen, ihre Bearbeitung und Darstellung sind oft viel stärker durch Emotionengeprägt als uns bewusst ist oder aber im Rahmen akademischer Wissenschaftlichkeit zugegeben werden kann.

Aus diesem Grund möchten wir im Rahmen unseres Workshops, die Position und Rolle von Emotionen in der geschichtswissenschaftlichen Praxis untersuchen. Der Umgang mit den eigenen Gefühlen ist kaum Gegenstand der methodologischen und theoretischen Reflexion. Das erstaunt vor dem Hintergrund ihrer Allgegenwärtigkeit, lässt sich aber nicht zuletzt durch die Tabuisierung und vermeintliche Unvereinbarkeit von Objektivität und Emotionalität im wissenschaftlichen Erkenntnisprozess erklären.

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