Buttenhausen

Posted on Juni 4, 2008

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Im Rahmen einer Übung zur Vermittlung von Geschichte im Internet sind wir heute in Buttenhausen angekommen.

In der Übung soll der Grabsteinbestand des jüdischen Friedhofs digitalisiert und in einer Datenbank zugänglich gemacht werden. Die Inschriften sollen transkribiert und übersetzt werden und vielleicht das ganze in seiner sozial- und kunstgeschichtlichen Entwicklung erschlossen werden.

Schönes Projekt also das mich dazu bringt mich mit einigen Fragen der Darstellung von Geschichte im Internet zu beschäftigen. Da es in dieser Wildnis hier in der schwäbischen Alb kein offenes Wlan gibt wird dieser Beitrag wohl erst später veröffentlicht werden.

Die Juden wurden Ende des 18. Jahrhunderts durch den dortigen Grafen bewusst angesiedelt um eine Steigerung des wirtschaftlichen Einkommens zu erzielen. Ihnen wurde zudem ein Friedhof zugestanden was heute einer der deutlichsten Überreste (abgesehen von den Erinnerungen jener Bürger Buttenhausens die 1943 noch bewusst miterlebt haben. In diesem Jahr ist dem jüdischen Leben in Buttenhausen ein Ende gesetzt worden.

Der Friedhof wurde insbesondere von Herrn Walter Ott in Stand gesetzt und erhalten und ist in einem relativ guten Zustand. Er bildet jüdische Begräbniskultur vom Ende des 18. Jahrhunderts bis 1938 als das letzte Grab gelegt wurde ab, verbunden mit der besonderen Situation schwäbischen Land – und Dorfjudentums.

Die Grabsteine sollen in eine Datenbank überführt werden und wir werden versuchen sie in einem zweiten Schritt mit zugänglichem archivalischem Material zu verknüpfen um biographische und historische Informationen zu visualisieren und der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

und nun noch ein paar Bilder aus Buttenhausen

der Friedhof

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Grafeneck – südwestdeutsches Zentrum der Aktion T4 (Euthanasie)

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