Datenbankgedächtnis

Posted on April 24, 2008

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Lese gerade einen Artikel von Geoffrey C. Bowker (Hier), der den Fragen des Gedächtnis und des Bewusstseins von Vergangenheit im digitalen Zeitalter nachgeht.

we are faced with myriad claims about how the present is different and how the future will be reconfigured. I however, we rareley think about how our relationship with the past changes with such new technology S.22

Bemerkenswert fand ich zum  Beispiel, das sehr aktive Nachleben von verstorbenen Personen im Internet. Homepage, online Andacht,  Blogs, die kommentiert werden. Und die Verformung der Wissenssammlung und Verarbeitung in den letzten 200 Jahren. DIe Abkehr vom narrativen sequentiellen Konstrukt zu einer  Databank entsprechend „ungeordnetem“ Wissen, dass je nach Bedarf abgerufen und bearbeitet werden kann. Hinzu kommt hier natürlich, dass diese Informationen sich auf alles erstrecken, er verweist hier besonders auf den zählbaren Menschen.

Nun aber zum eigentlichen, worauf, ich weiß noch nicht warum, mich die Lektüre des Artikels gebracht hat. Hat schon einmal jemand versucht Guy Debord oder besser gesagt die Stadterfahrung und besonders die Begehungstaktiken und den Umgang mit öffentlichen Raum … der Situationisten mit der Praxis, wie das Internet benutzt und erlebt wird, zusammenzubringen. Und natürlich hier besonders im Zusammenhang mit der Erarbeitung und Präsentation und Aufnahme von historischen Information im Netz.

Ich werde mich wohl mal mehr in Debord hineinlesen müssen.

 

Bowker, Geoffrey (2007): The Past and the Internet. In: Karaganis, Joe; Social Science Research Council (Hg.): Structures of Participation in Digital Culture. New York: Social Science Research Council, S. 20–36.

 

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