Das soziale Umfeld Hrotsvits

Posted on Februar 6, 2008

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Die Werke Hrotsvits stehen in einem frühmittelalterlichen christlich paganen Kontext. Die Herrschaft Ottos I ist geprägt von einer Reliquienfrömmigkeit und magisch anmutenden Heiligen und Märtyrerverehrung. Auch müssen wir uns gewiss machen das Wodan und Soxan noch nicht aus den Wäldern Sachsens vertrieben sind. Auch wenn Karl der Große das schon 2 Jhdt. zuvor forderte. (Laudage, Otto der Große eine Biographie, Regensburg 2001 )

Hrotsvit ist zusätzlich von einem mehr als ambivalenten Rollenverständnis bezüglich der Frau geprägt. Einerseits sehen wir gebildete Frauen, die als Träger der Christianisierung auftreten, Frauen wie Edgath, die 2. Frau Ottos, die sehr weitreichend involviert ist in die Reichspolitik, oder Hrotsvit, die in ihrer Eigenschaft als Autor so viele andere mönchisch organisierte Subjekte (bescheidener Versuch keine gender rollen zu denken) in den Schatten stellt.

Andererseits sind es Frauen wie Hrotsvit, gebildete Frauen aus sächsischem Adel in Gandersheim, die als politisches Instrument benutzt werden, in denen die sexuelle Verbindung zur politischen wird. (sehr gut zur ganzen Problematik der Frauenstiftem, Bodarwé, Sanctimoniales littaratae, München 2001)

Aus diesem Hintergrund analysiere ich die Herrscherfiguren und Virgines in Hrotsvits Drama Gallicanus .

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