Konzept der Digitalen Geschichte?

Posted on Oktober 30, 2007

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Die Frage ist: Welche Möglichkeiten bietet uns das Internet in der Präsentation und in der Suche nach Geschichte.

Mir geht es hier weniger um die Digitalisierung von Handschriften oder der Darbietung einer Geschichtsschreibung in Textform im Internet abrufbar auf einer Website. Diese Ergebnisse sind eigentlich nur ins Web transportierte Printprodukte. Auch der Segen von HTML bietet hauptsächlich nur Möglichkeiten, die moderne Printprodukte ebenso bieten. (die neueren Überblicksdarstellungen für den beginnenden Studierenden stellen ein gutes Beispiel dar. Sie benutzen effektiv zur Erleichterung der raschen Informationsaufnahme „Features“ wie Fenster, integrierte Bilder etc.)

Aber was können wir wirklich im Internet präsentieren, dass nur im Internet und mit den Möglichkeiten ebenjenes funktioniert. Oder wie können wir diese Möglichkeiten eben nutzen.

Ein kleiner sehr zaghafter Ansatz in dieser Richtung soll die Zeitleiste zu den Pfalzgrafen und Kurfürsten der Pfalz bei Rhein sein, die ich im Rahmen der Umgestaltung der Virtual Library – Geschichte der Kurpfalz entwickelt habe.

Die Fragestellung hierbei war, zu allererst einmal die Erleichterung des Zugangs zur gesuchten Information, ohne dabei 50 Seiten html durchzuscrollen. Die Idee kam bei der „Entdeckung“ derzeitiger kollaborativer Zeitleistenprojekte im Netz Links hierzu:

  • Der Hinweis auf histnet.ch
  • Miomi – People making history (entspricht wohl dem alten Traum Geschichtsschreibung zu demokratisieren auch bezüglich der Schreiber)
  • Ein langer Artikel auf histucation der einige Timeline-Projekte vorstellt

Ein ganz so ausgereiftes Beispiel wie die Zeitleiste auf Miomi kann ich leider nicht liefern. Auch kam es mir weniger auf die Idee des Kollaborativen an, als vielmehr auf die Idee der Zeitleiste. Denn sie bietet wirklich eine Möglichkeit, die im Print oder sonst in der „realen“ Welt nicht gegeben ist. Die Darstellung von Geschichte, die haargenau dem Versuch Kindern und Schülern historisches Bewusstsein zu lehren entspricht, bietet die oben gesuchten Möglichkeiten nach raschem Auffinden und intuitiver Handhabung von historischen Informationen.

Umgesetzt habe ich das ganze mit einer großen Zeitleiste, von der immer nur eine Abschnitt, der ungefähr 200 Jahre umfasst sichtbar ist, und einem Fenster in der die „angeforderten“ Informationen eingeblendet werden. Einzelne Punkte auf der Zeitleiste werden durch eine Imagemap erschlossen und so zu links zu den Biographien und weiterführenden Links umgewandelt.

Die Besonderheiten und natürlich Wichtigkeit des Links an sich, lasse ich jetzt einmal außen vor. Dies ist vielleicht einmal ein anderer Blogeintrag wert.

Und die Idee einer dreidimensionalen Geschichte ebenso.

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