Ein Nachtrag zum Steppenwolf

Posted on März 8, 2007

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Ich bin recht froh darüber, dass ich es endlich mal geschafft habe den Steppenwolf durchzulesen.

Was an diesem kurzen Roman recht ermüdend macht in meinen Augen!, ist die Technikfeindlichkeit mit der Hesses Protagonist auf die Fortschritte seiner Zeit reagiert. Ja der ganze Fortschrittshass ist im Rückblick doch eigentlich kaum zu verstehen. Ohne weiteres verstehe ich sein Anliegen. Der Verlust an Natürlichkeit und die Entfremdung des Menschen von seiner Welt (ja nicht nur wie Marx es versteht als Entfremdung vom Geschaffenen sondern von seiner ganzen Umwelt) ist schon ein nachvollziehbares Problem der Technisierung des Menschen.

Aber als Kind der Digitalen Welt ist es einfach nicht zu verstehen man lebt zu sehr die Technik und dann nervt ein solcher Technikhass.

Spannend sind die Parallelen, die mir aufgefallen sind als ich „Liebesbrief“ von Thomas D. gehört habe. Die Darstellung der besungenen Frau passt in gewissen prägnanten Details zur Figur Hermine, die den Steppenwolf das Leben lehrt.

Schöne Literatur.
Der Steppenwolf

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